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Historische Mälzerei Lichtenrade, Berlin: Ein altes Schmuckstück wachküssen (D) 2011

Die seit 1984 denkmalgeschütze Mälzerei in Berlin – Lichtenrade liegt seit Jahrzehnten trotz direkter Anbindung an die S-Bahn und trotz guter Lage in Nachbarschaft zu Einkaufsmöglichkeiten und belebter Wohnbebauung im Dornröschenschlaf. Verschiedene Nutzungskonzepte wurden in den vergangenen 10 Jahren bereits erstellt, erwiesen sich jedoch letztlich als nicht umsetzbar.

Um diesen Prozess zielführend in Gang zu bringen, führte die VON ZADOW GmbH – JTP Europe im Juni 2011 mit den derzeitigen Eigentümern und Wirtschaftstreibenden auf dem Gelände einen erneuten fachlichen Diskurs über die künftige Entwicklung der Kerngrundstücke durch.

 

 

Es entstand eine informelle städtebauliche Planung, in der folgende Teilprojekte integriert sind:

- Nutzungskonzept für das Mälzereigebäude

- Neubau REWE Einkaufsmarkt

- Optionen für weitere Einzelhandelsmärkte und
kleinere Geschäfte

- Realisierung in anspruchsvoller Architektur und
mit Nachhaltigkeitskonzepten

- Angebotsmix mit Integration von nichtkommerziellen
Nutzungen, weiteren Akteuren und
kulturellen Angeboten

- Realisierung eines Stadtplatzes

- Direkte Zuwegung zum S-Bahnhof Berlin-Lichtenrade

- Ausreichend dimensionierte Stellplatzanlage

Zu diesem kooperativen Diskurs wurden außerdem Vertreter des Bezirksamtes, der BVV und der in Lichtenrade engagierten Ökumenischen Umweltgruppe eingeladen, um die Kommunikation zwischen Eigentümern, potentiellen Investoren, Wirtschaftstreibenden und ausgewählten Interessenvertretern zur Zukunft des Geländes zu intensivieren. Eine kleinteilige Lösung soll den Stillstand der letzten Jahre überwinden und eine Alternative zum dem seit 2010 öffentlich diskutierten Großkonzept des Berliner HGHI bieten.
Die Berücksichtigung der Vorstellungen von Bürgern und Interessenten im Rahmen der Planungswerkstatt konnte bereits verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Zur Umsetzung des nun auf dem Tisch liegenden Entwicklungskonzepts für eine “KULTUR-MÄLZEREI LICHTENRADE” entstanden neue Bündnisse zwischen interessierten Bürgern sowie politisch und wirtschaftlich Handelnden. Dadurch sind bisher noch nie dagewesene Optionen und Wege für eine schrittweise und kleinteiligere Lösung entstanden, mittels derer die künftige Entwicklung besser abgesichert werden kann. Es werden sowohl die wirtschaftliche Verwertung der Grundstücke bzw. rentierliche Investitionen zeitnah möglich als auch die Entwicklung eines neuen Stadtteilzentrums an der Lichtenrader Bahnhofstraße.

 

Am “Tag des offenen Denkmals” im September 2011 fanden mehr als 450 Interessierte den Weg in die alte Mälzerei und konnten sich ein Bild von der Situation – und dem Potenzial des Ortes machen.

 

 

 

Am 28. November 2011 wurde die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade für die von ihr organisierten Bürgerversammlungen zu stadtplanerischen Projekten, speziell auch für das Projekt Alte Mälzerei, mit dem Ökumenischen Umweltpreis ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich vom Erzbistum Berlin und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg vergeben.

 

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