Perspektivenwerkstatt Essen “Wie geht es weiter am Berliner Platz?”
Der Berliner Platz hat in der Geschichte der Stadt Essen eine wichtige Rolle gespielt. Hier war der Zugang zur “Verbotenen Stadt”, dem Gelände der Kruppschen Gussstahlfabrik, einem Gebiet, in dem Essens Reichtum geschaffen und das Wohl der Stadt entscheidend geprägt wurde.
Durch die Zerstörungen des 2. Weltkrieges verlor der Platz seine Funktion, die städtische Struktur wurde unterbrochen. Die Beräumung des Gebietes zog sich bis in die 70er Jahre hin, als dort mit dem Universitätsneubau eine völlig neue Baustruktur entstand.
Mit dem Bau der Universität auf der nördlichen Seite der Bahngleise entstand die städtebauliche Notwendigkeit, eine engere Verbindung zwischen Stadt und Gelände herzustellen. Zahlreiche Diskussionen folgten. Im November 1998 beschloss der Rat der Stadt Essen am Berliner Platz eine neue Philharmonie anzusiedeln, um ein öffentlich finanziertes Signal für weitere Investitionen auf der Gewerbebrache zu setzen. Der Beschluss führte jedoch zu heftigem Widerstand in der Bevölkerung. Um möglichst rasch zu einer einvernehmlichen Lösung für die Entwicklung des Geländes zu gelangen, wurde im April 1999 die Perspektivenwerkstatt Essen Berliner Platz durchgeführt.
Im Ergebnis einigte man sich auf eine Reihe von Konsenspunkten: – Verbesserung des Images des Viertels – Gemischte Bebauung/ Wohnungsbau – Aufwertung des Berliner Platzes und der Friedrich-Ebert-Straße – eine grüne Oase als Herzstück des neuen Platzes – Verbindungen schaffen zwischen Stadt, Platz und Universität
Die darauf aufbauende Vision (s.o.) und der Masterplan bilden nun die Grundlage für die weitere Entwicklung des Areals.
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